Ausbauen

Die Söhne Fritz und Edgar erlernten  das Metzgerhandwerk Tochter Irmgard besuchte die Handelsschule und heiratete den Pfarrersohn Hans Pfann, sie zogen nach Bad Abbach. Fritz entschied sich dazu, nach dem er seinen Metzgermeister abgelegt hatte, mit Hilfe seines Vaters und seiner Frau Erna 1953 in Schweinfurt eine Metzgerei zu eröffnen. Bruder Edgar konnte dort seine Lehre beenden.  Er begann anschließend in verschiedenen Schweinfurter Metzgereien als Geselle zu arbeiten. In dieser Zeit konnte er schon bei verschiedensten Anlässen unter anderem auch bei so mancher Schlachtschüssel seiner musikalischen Leidenschaft nachgehen und mit eigener Band im Umland bei Kirchweihfesten aufzuspielen.  Nun ergab es sich das Fritz für seine Metzgerei eine Fleischereiverkäuferin suchte und diese in der gerade ausgelernten Gerdi Emmert geboren am 04. Juni 1941 in Hammelburg fand. Somit trafen sich die Wege von Edgar und Gerdi, am 06. Oktober 1962 wurde geheiratet und im  Jahr 1964 übergaben Michael und Hilde die Gaststätte an Gerdi und Edgar. Am 19. September 1963 wurde Sohn Edmund und am 03. November 1965 Tochter Heike geboren. Als nunmehr 3. Generation hieß es die Gaststätte an die neuen Zeiten anzupassen und es folgten viele kleinere und größere Umbaumaßnahmen. Durch den längst überfälligen Bau einer Wasserversorgung in Zell wurde es ermöglicht die  Toiletten zu modernisieren  und die Fremdenzimmer mit  Waschgelegenheiten  und einer Etagendusche auszustatten. Die  Saal Renovierung mit Einbau  einer gekühlten Theke und Lastenaufzug wurde abgeschlossen ebenso die Neugestaltung des Gastraumes.

Auch die Angebote für die Gäste wurden an die neuen Essgewohnheiten angepasst. Es gab jetzt  eine umfangreichere Speisenkarte und auch die bisher ab und zu stattfindende Original Schweinfurter Schlachtschüssel wurde nun vermehrt nachgefragt und durch Mund zu Mund Propaganda fanden immer mehr Busgruppen vor allem aus dem Nürnberger Raum ihren Weg ins Zellertal. Nicht wenige Schlachtschüssel Freunde kommen noch heute ins Zellertal und können auf eine über 30-jährige Tradition zurückblicken.

Die 70er und 80er Jahre waren geprägt durch eine aufstrebende Anzahl an Gästen sowohl im Tagesgeschäft wie auch für Veranstaltungen. Auch die Fremdenzimmer waren zu dieser Zeit recht gut genutzt.

 Im Jahre 1983 wurde vom 13. -15. August auf dem Dorfplatz in Zell das 75. Jährige Jubiläum mit vielen Wegbegleitern und Gästen gefeiert. Zu dieser Zeit waren die Kinder bereits in der Ausbildung, Edi machte eine Lehre als Restaurantfachmann um anschließend im gleichen Betrieb (Gutschänke Neuhof bei Neu Isenburg) den Beruf des Koches zu erlernen. Heike hatte ihre Lehrstelle im Kurhaus Erika in Bad Kissingen dort wurde sie zur Hotelfachfrau ausgebildet.